Marienkapelle

Diese Kirche besitzt eine kleine Seitenkapelle mit Altar und Ambo, welche dem besonderen Schutz der Gottesmutter geweiht ist. Neben dem, schon in der Rubrik „Kirchenfenster“ dargestellten, Magdalenenfenster werden die Besonderheiten dieses Teils der Kirche hier aufgeführt.

 

Die Schutzmantelmadonna

Im Seitenschiff der Kirche befindet sich ebenfalls eine große Statue der Gottesmutter. Anlässlich des 25.Weihetags der "Heimkehrer-Dankes-Kirche" im Dezember 1984 wurde beim Durchlesen der Akten festgestellt, dass der Gründer Pfarrer A. Halbe damals die neue Kirche und die neu gegründete Gemeinde "Heilige Familie" dem besonderen Schutz Mariens empfohlen habe und dieses Anliegen gern durch die Anschaffung einer Schutzmantelmadonna im Bewusstsein aller wachgehalten hätte. 

Dank zweier großzügiger Spenden konnte die Anschaffung und entsprechende Aufstellung der Statue von vornherein sichergestellt werden. Der Kirchenvorstand konnte daher die Anschaffung beschließen und den Pfarrer beauftragen, die nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Nach persönlicher Vorspräche bei einem Künstler im Grödnertal/Südtirol wurde ein Entwurf vorgelegt, der nach einigen Korrekturen Zustimmung fand. 

In Holz geschnitzt und in Farbe gefasst kam die Marienstatue zum Rosenkranzmonat 1985 hier an und wurde in einem Sonntagsgottesdienst feierlich gesegnet. Als Vorbild dient die Ravensburgermadonna aus dem 15/16. Jahrhundert. Diese Madonna verbirgt unter ihrem Mantel Gestalten aus dem Mittelalter. Die Schutzmantelmadonna der Heimkehrer-Dankes-Kirche wurde hingegen in die Thematik der Kirche eingebunden. Statt der Gestalten aus dem Mittelalter befinden sich unter dem Mantel der Madonna rechts ein helfender Sanitätsoffizier und ein Verletzter. Der  Sanitäter wurde nach einem Foto von Pfarrer  Halbe angefertigt. Auf der anderen Seite steht eine Familie, bestehend  aus vier Personen, Vater, Mutter, Kind und Säugling. Symbolisiert wird dadurch die damalige Pfarrei, die auch den Namen „Heilige Familie“ trug. Beides stellen Attribute der Heimkehrer-Dankeskirche dar.  Die Szene, die dargestellt ist, bildet einen weiteren Verweis auf die Opfer und die Helfer in der Not des Krieges.