Erhebung zur selbständigen Pfarrei

Um 1800 fand für die Katholiken in Weitmar kein Gottesdienst mehr statt. Sie orientierten sich nach St. Peter und Paul (Propstei) und ab 1844 teilweise auch nach Linden zur dort errichteten Liebfrauengemeinde. Im Jahre 1815 waren von den in 62 Häusern lebenden 468 Weitmarer Einwohnern 166 katholisch. Die katholische Bevölkerung stieg bald durch den Kohlebergbau rasch an. 1832 entstand der erste Tiefschacht in Weitmar. 1864 wurden bereits 1600 Katholiken gezählt.

Eine erste Kapelle bauten die Katholiken 1863/64 zu Ehren des hl. Franziskus von Assisi in der damaligen Wilhelmstraße, der heutigen Franziskusstraße. 

Zechen und Industriewerke ließen im folgenden Jahrzehnt die Zahl der Katholiken auf 3300 anwachsen. Die Kapelle wurde zu klein und musste durch einen größeren Neubau ersetzt werden. Man brach die Kapelle ab und begann 1883 an ihrem Platz, und teilweise mit dem abgebrochenen Material, unsere heutige St. Franziskuskirche zu bauen.

Am Palmsonntag, dem 29. März 1885, wurde die Kirche gesegnet. Aber erst im Jahre 1886, am Patronatsfest, dem 4. Oktober, wurde sie geweiht. 

Einige Jahre später wurden von der St. Franziskusgemeinde zunächst zwei Pfarreien abgepfarrt: 1916 St. Anna Weitmar-Nord und 1933 St. Theresia Eppendorf.

 

St. Franziskus-Kirche um 1908

Wilhelmstraße_heute_Franziskusstraße